Narrengemeinde Grabenhupfer

Narrenruf: Hoorig, hoorig, hoorig isch de säll, Und wenn de säll it hoorig wär, No dät mer it wisse, wer hoorig wär, Hoorig, hoorig, hoorig isch de säll.

Gründungsjahr:
1955

Räumlichkeiten:
“Hammer B-Treff” Mühlenstraße 19 78224 Singen

Zunftfiguren:

Grabenhupfer Hexe

Grabenhupfer Hansele

Ortsfasnet:

Schmotziger Donnerstag
In Singen

Fasnet Sonntag
In Singen

Fasnet Sonntag
In Singen

Fasnet Montag
In Gottmadingen

 

Zunftgeschichte:

1955 Hat sich die Narrengemeinde Grabenhupfer e.V. in der Nordstadt etabliert. Sie war die fünfte Vereinigung von Männern und Frauen, die sich zusammengefunden haben, um traditionelle, alemannische Fasnet zu feiern und alte Traditionen zu pflegen. Als Vorgänger der “Grabenhupfer” gilt der Narrenverein “Hypothekenbuckel”, der in den 30er Jahren aus der taufe gehoben und während der Krieges sang- und klanglos eingegangen war. Sie sind von der Nordstadtbevölkerung auf Anhieb akzeptiert worden. Die Narren mit dem buntgekleideten, springenden Männle als Symbol entwickelten sich prächtig und absolvierten alljährlich die üblichen Singener Narrenzeremonien, das Narrenbaumholen, das Narrenlochvermessen, die Schulen schließen, die Teilnahme an Umzügen in der Stadt und das Abhalten von Sitzungen an Martini. Schon zwei Jahre nach der Gründung nannten die “Grabenhupfer” einen Fanfarrenzug ihr eigen. Das Weibliche Element brachte 1957 verstärkt die neue Frauengruppe ein. Ein Jahr später folgte eine Kindergruppe. Um heranwachsende Jugend in den Verein zu integrieren, wurde im Jaht 1960 eine Jungbürgergruppe aus der Taufe gehoben. Zwar konnte sich der eigene Fanfarenzug nicht lange halten(viele Bläser mussten zur Bundeswehr oder zogen beruflich weg), dafür schuf der Verein einen sogenannten “Grabenhupfer im Original”: Schon immer waren sie bestrebt, keine Mitläufer der Poppele- Zunft zu sein, sondern eigene Aktivitäten zu entwickeln. Als 1975 eine eigene “Grabenhupfer”- Hexengruppe ins Leben gerufen worden war, gab es auch kritische Stimmen. “Wo es Wälder gibt, da gibt es auch Hexen!” konterten die “Grabenhupfer” auf der Suche nach einer geschichtlichen Grundlage. Man akzeptierte diese Hexen – die ersten in der Industriestadt! Fortan geistern die “Grabenhupfer”- Hexen mit ihrem Holzkäfig auf allen Narrenumzügen, treiben ihre derben Späßchen und verbinden das übermächtig Magische mit dem schwachen Lebenden. Im Jahr 1991 wurden die “Grabenhupfer” um eine orginelle Maskengruppe reicher: um die “Rätschen”, die mit lautem geknatter ihr Erscheinen ankündigen. Wahrhaftig: die “Grabenhupfer” sind eine lebendige Narrengemeinde!